Nun stehen die Frühblüher in voller Blüte, die meisten Pflanzen sind rausgeräumt, und im Kleinstgarten sieht es langsam wieder grün und bunt aus. Hier ein paar Impressionen von heute, die Hauptdarsteller heißen diverse Narzissen und Tulpen, Traubenhyazinthe (Ocean Magic), Hyazinthen, diverse Primel aus Saxdorf (die guten alten Gartensorten von Förster) und ein schönes Hornveilchen.
“Das Stiefmütterchen wird diffamiert”
Unter diesem Titel findet man ein kluges Interview in der Online-Ausgabe der ZEIT.
Gärten für die Stadt zu schaffen, ist ein spannendes Thema. Allein mit Saatbomben werfen ist es sicher nicht getan – ich fühle mich ertappt. Nichtsdestotrotz werde ich am Montag mit Steffi noch mal ein paar bauen und in Umlauf bringen. Mal schauen, ob ich auch dazu komme, mein Brachenbeblumungsprojekt voranzutreiben. Wildes Bunt ist auf jeden Fall besser als kahles Grau!
Auch im Kleinstgarten gehts voran, allerlei Frühblüher blühen, die alten Primelsorten aus Saxdorf sind nun ganz prächtig, die Duft-Nemesie von Rühlemanns blüht und duftet und alles treibt wunderbar aus – der Sommer kann kommen. Etliches ist auch schon gesät, dieser Tage wird noch allerhand (um-)gepflanzt und rausgeräumt. Heuer wirds auch wieder Tomaten geben, da konnte ich nicht daran vorbei … Fetzt!
Kleinstgarten.de in neuem Glanz
Die etwas in die Jahre gekommene Seite des Kleinstgartens ist nun frisch aufpoliert. Dank Wordpress-Multisite kann ich zudem jetzt den virtuellen Kleinstgarten zusammen mit Jörgs ganz elegant bespielen. Einfach mal draufschauen!
Im Übrigen ist zu hoffen, dass demnächst auch der reale Kleinstgarten wieder bespielt werden kann!
Raus-Rein-Raus-Rein-Raus-Rein
So in etwa könnte man die Begrünungsversuche im Kleinstgarten für dieses Frühjahr zusammenfassen! Es ist ein Trauerspiel! Immer wieder habe ich hoffnungsvoll Anlauf genommen, vorgetriebene Blumenzwiebeln und die diversen Schneeglöckchen, Märzenbecher und Primeln, die ich neulich aus Saxdorf mitgebracht habe, auf den Balkon gestellt. Und immer wieder kommen neue Dauerfrostperioden, die mich dazu bringen, den ganzen Kram wieder ins Haus zu schaffen.
Momentan blühen draußen wenigstens ein paar (gekaufte) Narzissen, Hornveilchen, schöne tief violette Hyazinthen sowie ganz verschämt die Primeln aus Saxdorf. Die schönen Märzenbecher und Schneeglöckchen sind schon verblüht und hatten kaum Zeit, richtig zur Geltung zu kommen.
Rühlemanns hat inzwischen auch schon allerlei geliefert, ab und an hat mich ja auch der Kaufrausch gepackt und so sind es schon etliche Töpfchen und Kästen, die den nahezu wöchentlichen Umzug Raus-Rein-Raus mitmachen dürfen. Momentan haben wir grad eine Raus-Phase, aber die nächste Frostperiode ist angekündigt und ich denke schon wieder übers Reintragen nach …
Man darf ja gar keinem erzählen, dass ich vor ein paar Wochen schon in freudiger Erwartung die Gartenhütte mit Bier etc. bestückt habe um im Falle vorzeitigen Grillwetters auf der sicheren Seite zu sein. Aber zur Zeit freu ich mich ja schon, wenn das Bier nicht gefriert … Ein Elend!
Ich will Frühling! Jetzt!
Ein Hauch von Frühling
So langsam nervt dieser trübe Winter, der so gar kein Ende nehmen will. Umso schöner, dass wir dieses Wochenende zumindest einen Hauch von Frühling erhaschen konnte. Wir waren in Saxdorf und da ist der Schnee schon weitestgehend weg und bei den ersten Sonnenstrahlen seit langem konnte man Schneeglöckchen, Märzenbechern, Winterlingen, Christrosen und den frühen Elfenkrokussen geradezu beim Aufblühen zusehen. Nun wird es nicht mehr lange dauern, und der Saxdorfer Garten hüllt sich wieder in ein Meer von Blüten.
Natürlich war auch der Galantophile wieder da, der zuverlässig mit den ersten Frühlingstagen den Weg nach Saxdorf findet. Und ebenso natürlich hat Hagen Engelmann auch wieder eine absolute Schneeglöckchenrarität dabei – ein Schneeglöckchen mit gelbem Kelch welches die beachtliche Saxdorfer Sammlung von Schneeglöckchen bereichern wird. Man achte auf Details! Deshalb haben die Galantophilen übrigens auch immer nasse Knie.
Schließlich fand auch die eine oder andere Gruppe Frühblüher den Weg ins Auto und wird in nächster Zeit den Kleinstgarten schmücken. In Chemnitz liegt leider noch Schnee, aber hoffentlich bricht auch hier bald der Frühling aus. Ich bin mal gespannt, ob sich die Elfenkrokusse und diverse Edelschneeglöckchen aus Saxdorf im Garten eingelebt und ausgebreitet haben. Letzte Woche gab es bei Dehner auch wieder Narzissenraritäten, von denen natürlich auch eine ganze Zahl mit nach Hause musste. Auch hier bin ich gespannt, ob die im Vorjahr im Garten eingesetzten Narzissenraritäten wiederkommen.
Übrigens, im Aue-Beitrag gibts jetzt Bilder!
Was blüht uns denn heute? (Oktober 2012)
Im Kleinstgarten geht nun die Saison zu Ende. Die meisten Kübelpflanzen, Kakteen und Sukkulenten haben schon ihren Platz in Wohnung und Treppenhaus gefunden. Bisweilen war ein beherzter Rückschnitt nötig, um die üppig gewachsenen Pflanzen wieder wohnungskompatibel zu machen.
Draußen steht nun nur noch, was entweder leichten Frost verträgt oder aber noch so toll blüht, dass ich es einfach noch nicht einräumen will. Ganz besonders schön blühen derzeit die im Frühjahr gekauften Fuchsien mit zahlreichen üppigen Blüten in rot, weiß, blau und violett. Auch die drei Schönmalven sind noch voller gelber, roter und gelbroter Blüten. Der Hibiskus, der schon drinnen steht, ist voller Knospen und wird den ganzen Winter über mit seinen Blüten erfreuen. Das kleinblütige Pelargonium ist ebenfalls noch voller Blüten und erfreut uns im Treppenhaus.
Von den Ausdauernden oder Einjährigen blühen in leuchtendem Gelb die Sonnenhüte, in Blau die Astern und auf dem oberen Balkon steht auch noch eine der stolz schwebende Verbenen mit ihren filigranen blau-violetten Blüten. Außerdem blühen noch einige Agastachen in orange und in blau, weiße und rote Löwenmäulchen, gelber Lerchensporn sowie Lobelien in verschiedensten Schattierungen von weiß bis blau. In warmen Rot- Gelb und Orangetönen blüht die Kapuzinerkresse und an der Wand ranken sich violett blühende Winden nach oben. Vereinzelt blühen auch noch ein paar Wicken. Auf dem vorderen sonnigen Fensterstock steht ein Kasten voller Portulakröschen, die in vielerlei leuchtenden Farben um die Wette blühen. Im Kräuterkorb blüht noch ein wenig Dill, die Rosen sind noch voller leuchtend roter Hagebutten.
Hoffen wir, dass uns all die schönen Blüten noch ein wenig erhalten bleiben, ehe der erste Frost alles kaputt macht und auch die letzten Kübelpflanzen ins Haus müssen!
Was blüht uns denn heute? (August 2012)
Jetzt im Hochsommer steht der Kleinstgarten in voller Blüte, Grund genug, mal wieder eine kleine Bestandsaufnahme der blühenden Welt zu machen.
Im Kräuterkorb blüht es wild durcheinander, weiße Blüten vom Koriander, gelbe vom Dill, violett vom Schnittlauch und der wilden Wicke. Bald wird hier auch der Oregano blühen.
Drei im Frühjahr gekaufte Fuchsien sind rasant gewachsen und beeindrucken mit üppig-großen gefüllten Blüten in verschiedenen Farben. Die schöne Rose Eye Paint ist leider schon wieder verblüht, gleich nebenan blühen aber dafür Zinnien, Löwenmaul und Cosmeen üppig.
Eine nicht namentlich bekannte Pflanze aus Saxdorf trägt Dolden mit unzähligen kleinen gelben und violetten Kügelchen, die in den späten Nachmittagsstunden aufblühen. Im gleichen Topf blühen üppig verschiedene Lobelien in Varianten von weiß, violett und blau. Die Hechtrose trägt zahlreiche Hagebutten und bildet zugleich das Gerüst für eine dunkelblau blühende Winde. Gleich nebenan blüht die Schönmalve mit roten Glockenblüten, die gelb gefüllt sind. Verschiedene Kapuzinerkressen schlängeln sich überall durch und blühen in Orangetönen. Einen Blickfang setzen sattgelbe Rudbeckien, die gerade zu blühen beginnen.
Auf dem Fenster vorn blühen überreich die Portulakröschen sowie eine orange Agastache.
Auf der oberen Terasse ist der Agapanthus mit fünf noch immer beeindruckenden Blütenbällen am Verblühen und setzt einen schönen Kontrast zu den gelb schwebenden Coreopsis. Zwischen den Coreopsis blühen blaue Agastachen. Eine der zahlreiche Kakteen blüht gerade in rosa. Schön und üppig wie nie zuvor blüht der Enzianstrauch, der über und über mit leuchtend blauen Blüten bedeckt ist. Gleich daneben ist eine rote Schönmalve voller Blüten. Eine andere Schönmalve mit großen gelben Blüten habe ich aus Saxdorf mitgebracht und auch diese kleine Pflanze zeigt erste Blüten.
Im Topf der Dattelpalme blühen orange Cosmeen, kalifornischer Mohn in orange und violett sowie Ringelblumen. Anderswo hat sich eine dunkelblau blühende Petunie eingefunden. Das hoch wachsende Peargonium ist ebenso voller Blüten wie sein kleinblütig und kompakt wachsender Namensvetter. Dazwischen auch hier Kapuzinerkresse in verschiedenen Farbtönen. Verschiedene Wicken runden das Farbspektrum ab. Hier und da findet man noch Erdbeerspinat, blühenden Schlafmohn oder eines der Hornveilchen, die sich überall aussähen. Die Verbenen beginnen ebenfalls zu blühen, darunter auch neue Sorten, die ich ebenfalls aus Saxdorf mitb´gebracht habe.
In Summa sind das wohl nicht viel weniger als ca. 40 verschiedene Blüten, die man jetzt im Kleinstgarten finden kann. Wäre mal interessant, wie viele da übers Jahr so zusammen kommen, insgesamt sind hier sicher mehr als hundert verschiedene Pflanzen unterwegs, von denen die allermeisten auch mal blühen.
Kürbisgott

Nachdem mich am Wochenende die ersten leichten Nachtfröste, zum Glück noch ohne Schäden, mahnten, endlich mal die Pflanzen reinzuräumen, konnte ich heute bei schönstem Wetter zur Tat schreiten. Ca. 50 Töpfe und Kübel traten nach beherztem Rückschnitt den Weg in die Wohnung an und mussten an den verschiedenen Fenstern, im Treppenhaus und teils auch im Keller ihren Platz finden. Draußen steht nun nur noch das, was auch ein paar Grad Frost verträgt, wie zum Beispiel das wunderschöne Abutilon megapotamicum, eine Variante der Schönmalve mit rot gelben glockenartigen Blüten.
Nach so viel körperlicher Arbeit musste nun auch was Gescheites zum Essen her. Ein kürzlich in einem meiner Lieblingsblogs erschienenes Rezept für eine Kürbissuppe im Kürbis hatte mir beim Lesen schon den Mund wässrig gemacht und da eh noch ein kleiner einsamer Hokkaido-Kürbis hier rumlungerte war klar, was kommen musste. Da mir heut nicht wie vegetarisch war, gab es eine kleine Abwandlung des Originalrezeptes. Der innen ausgehöhlte Kürbis (Boden und einen Deckel ganz lassen) wird innen beherzt gesalzen und gepeffert. Das Objekt der Begierde wird sodann mit einigen gerösteten Weißbrotwürfeln, etwas mit Zwiebel und Knoblauch angebratenem Hackepeter und abwechselnd mit etlichen kleinen Würfelchen vom Appenzeller gefüllt. Das Ganze wurde noch mit Sahne aufgefüllt und spätestens jetzt hatte ich schon eine sehr konkrete Vorstellung von einem geilen Freßchen. Kürbisdeckel drauf und für eine Stunde ab in den 160 Grad heißen Ofen, von wo sich nach einiger Zeit schon vielversprechende Düfte melden.
Das Endprodukt entsprach so ganz meinen Erwartungen. Kürbis, Käse, Hackfleisch, Brot und Sahne sind eine wunderbare Verbindung eingegangen, die recht schnell verputzt war. Im Gegensatz zum Originalrezept war das Ergebnis nun gar nicht mehr suppig aber dennoch göttlich!
So einfach sind die kleinen Freuden!
Tomatenzeit
Kaum ist mal eine Woche Sommer, werden schlagartig auch die Tomaten im Kleinstgarten reif. Immerhin vier Pflanzen kämpfen um Ressourcen in einem großen Kübel, die rote Johannisbeertomate, eine große rote Tomate names Andenhörnchen, eine kleine Rote, die auf den Namen Sweet Million hört und schließlich noch eine namenlose kleine gelbe. Davon gab es heute erstmalig alle zusammen auf den Teller, mit etwas Öl und Basilikum eine leckere Sache!
Was blüht uns denn heute? (August 2011)
Wunderbar, ein Sommerabend auf dem Balkon und endlich blüht die herrlich duftende Lilie, phantastische Blüten und ein irrer Duft – so schön kann Sommer sein.
Ansonsten blühen wunderschön die Mädchenaugen, die Fuchsien stehen in voller Blüte, die Kapuzinerkressen blühen reich, die Hechtrose trägt schöne rote Hagebutten, die ersten Astern blühen auf, Tomaten hängen voller Früchte, Ringelblumen und Cosmeen blühen ebenso wie verschiedenfarbige Lobelien und Portulakröschen, Wicken und Winden beginnen zu blühen, der Schnittknoblauch schmückt sich mit weißen Blütenkugeln, die Igelgurke hat die ganze obere Terasse mit ihren weißen Blüten erobert, die große kletternde Geranie blüht ebenso wie die kleinblütige Geranie, blau blüht der Enzianstrauch – der ganze Kleinstgarten ist in voller Pracht und eine Freude fürs Auge.
